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Morteza Haj Hossein Ali

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Eine sichere Bindung ist die Voraussetzung der psychischen Wohl und Heil. Es ist aus einer sicheren Bindung heraus fürs Baby möglich seine Umgebung zu erforschen und zu explorieren. Aus eine sicheren Bindung erwächst das Vertrauen, was für das Kleinkind die Voraussetzung bildet, Angstfrei seine Umgebung zu erkunden. In einer Untersuchung von Friedrich II sind alle Babys gestorben, da die Möglichkeit, einer Bindung herzustellen für Babys nicht gab.
Also eine sichere Bindung ist der geeignete Boden für das Wachstumsprozess einer Autonomie.

Bei Erwachsenen wird in der Fachsprache von Bindungsrepräsentanzen gesprochen. Damit ist der gesamte subjektiv erworbene Erfahrungsbestand gemeint, der ein Mensch bis dahin von Bindungen erfahren hat und weiter erfährt. Hier fließt insbesondere die Bindungserfahrung mit den Eltern und Familienmitgliedern. Hierbei spielt die Mutter als Erstbezug zu Formung der späteren Bindungsrepräsentanzen eine besondere Rolle. Bindungsrepräsentanzen sind individuell unterschiedlich und beeinflussen unsere Interaktionen und bestimmen die Form unserer Beziehungsgestaltung.
Menschen mit einer unsicher-distanzierte Bindungserfahrung haben Schwierigkeiten negative Emotionen reibungslos zu lösen, von daher werden meist solche Situationen, in der eine negative Emotion geahnt wird, strikt vermieden. In der Regel haben Menschen mit solchen Erlebnissen die Tendenz ihre Beziehungen gering zu schätzen. Hier wird Bindung auf Kosten der Autonomie aufgegeben, weil diese als Bedrohung und Einschränkung des Autonomiebedürfnisses erlebt wird. Diese kann soweit gehen, dass das Individuum jede Form der Bindung als Gefahr seiner Autonomie so erlebt und auch so deutet.

Eine starke Ressource bietet uns hier die Spiritualität. In der einen Bindung mystischer Art erfahrbar wird. Ein Gefühl der Vereinigung und Verschmelzung mit der Einheit . Es ist ein vertrauter Zustand in der das Neugeborene ruht, welche als Ozeanisches Gefühl bezeichnet wird. Ein Gefühl, das uns nach und nach leider verloren geht.
Die Religion geht davon aus das, unser wahre Selbst unter ein sündigen Selbst verborgen liegt. Einem Selbst, der vom Gott entfremdet und von „Mayas“ geblendet ist (Fauteux 1995). Als Bespiel solcher Erfahrungen ein Zitat von Meister Eckart: „Hier ist Gottes Grund mein Grund und mein Grund Gottes Grund“. So ist der Zustand von einem Mystiker ein ständiges Verschmelzungsgefühl mit der Einheit. Diese geht bis dahin, dass der Unterscheidungsfähigkeit zwischen sich und dem Ursprung ganz fehlt (Nondual), „Gott und ich, wir sind eins“ Meister Eckhart.

Nach Balints (1935, 1937, 1974) besitzt das Baby schon in den ersten Monaten ein Objekt, in anderen Worten ist das Baby nicht in eine symbiotischen Zustand und Objektlosigkeit. Einheit mit dem “Du” stellt für Balits keine Regression in eine undifferenzierte Zeit oder eine Zeit der Dualunion mit der Mutter dar, sondern ist für ihn Ausdruck eine passiven, primitive-egoistischen, primären Objektliebe dar!

Dazu meinte Balint: “so tief wir auch mit unserer analytischen Technik bzw. mit unseren Beobachtungen in die Geschichte eines Menschenlebens vordingen können, haben wir immer, ohne Ausnahme, Objektbeziehungen vorgefunden.“ und er schreibt weiter: „Diese Form der Objektbeziehung … ist etwas für sich, wie die anderen Formen der Liebe es sind, wie Autoerotik, Narzissmus, Objektliebe. Ich halte diesen Umstand für äußerst wichtig … “

Die Welt des Kindes ist noch nicht in Ich und Außenwelt geschieden, die Interessen von anderen scheinen sich in keinster Weise von den Eigenen zu unterscheiden (N. Erazo 1997, S. 74)
Die primäre Liebe des Säuglings hat als einziges Ziel: „ich soll geliebt, befriedigt werden und zwar ohne irgendeine Gegenleistung meinerseits“.
Wenn aber auch in den ersten Lebens Monaten aufgrund der noch fehlende Realitätsprüfung die Objekt der Außenwelt nicht vom ich getrennt werden können, so betonnt Balints doch die die Objektgerichtetheit in der allerfrühsten Phase der extra-uterinen Zeit. Nur ein Objekt kann die primär passive Liebe erfüllen, nur die Befriedigung des primären Zieles durch ein Objekt löst ein beim zufriedenen Kind beobachtbares stilles, ruhiges Wohlbehagen aus. Dieses Paradoxon – keine vom Ich abgegrenzte Außenwelt, dennoch auch keine Objektlose Phase- löst sich auf, wenn man die Objektbeziehung im Es ansiedelt, in dem sowohl Einheit als auch Getrenntsein zugleich möglich sind.

Um die spirituelle und mystische Welt der Mystiker wie der Meister Eckhards, Abu Said, Jalalledin Rumi und andere zu verstehen, benötige man eine Ganzheitliche Sicht und Verständnis. Wenn der Mystiker sich so erlebt, als wäre er eins mit Gott, stellt er auf keinem Fall Einheit Gottes in Frage, sondern betont sein erleben der Einigkeit und “sich eins fühlen mit Gott” oder in anderen Worten “in reinen Gewissen sein mit Gott” dar. Was nur ein zustand der Liebe zu verstehen ist, Eine stabile und sichere Bindung mit dem Sein Selbst!

Hafez der persische Mystiker benutzt hier der Zirkel als Metapher und schreibt: “…wie ein Zirkel drehte mich um den Punkt, bis ich mich von dem Punkt nicht mehr unterscheiden könnte!

Für Balit ist die Grundstörung, eine Störung der Welt der primären Liebe, also einer sehr frühen, „primären“ Objektbeziehung zweier Menschen, in welcher der eine selbstverständlich voraussetzt, dass der andere für ihn anwesend ist, ihn versorgt, pflegt, versteht usw. Es ist klar, dass es in einer solchen Beziehung leicht vorkommen kann, dass das quasi automatische Aufeinander-Eingespielt-Sein nicht funktioniert.

Somit ergibt sich meiner therapeutischen Arbeit um Wiederherstellung einer Gleichgewichtes zwischen Autonomie- und Bindungsbedürfnis. Die Verbesserung vom gegenwärtig gegebenen Bindungen zwischen Paaren und Familienmitgliedern und bearbeiten von traumatisch erlebten Bindungserfahrungen bis hin zu einer transpersonaler Entwicklung.

Psychotherapeutische Heilpraktiker
Morteza Haj Hossein Ali

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